Hallihallo,
letzte Woche Donnerstag, also fast vor einer Woche hatte ich einen Unfall mit einem Reh (ca. 70 Kg). Hab natürlich alles von der Polizei schön aufnehmen lassen und mir eine Wildunfallbescheinigung ausstellen lassen.
Als ich dann am nächsten Tag in die Werkstatt fuhr sagte mir der Meister dass es auf jeden Fall ca. 3.000€ werden würden. Mein Auto (Seat Ibiza 6K Bj. 1999) ist das natürlich nicht Wert.
Die Versicherung schickte dann am nächsten Tag (Freitag) gleich einen Gutachter welcher das Auto einschätzte. Was dabei heraus kam weis ich (noch) nicht.
Ich selbst schätze mein Auto auf ca. 500 - 700 €, da es bis jetzt auf die Front keinerlei Schäden hat bzw. hatte. Es hat zwar 180.000 km, sehr viele Verschleißteile sind aber im letzten Jahr gewechselt worden.
Mein Problem ist jetzt, dass es so aussieht wie wenn die Versicherung "maximal" den Zeitwert zahlen will, was ja eigentlich nicht sein "darf". Ich bin Azubi und kann mir eine Reparatur (geschweige denn ein neues Auto) auf keinen Fall leisten. Benötige es aber um in die Arbeit zu kommen. Blöde Sache.
Zur Information, ich bin bei der HUK versichert. Ich habe mich schon einige Stunden durchs Internet gewühlt und verschiedene Erfahrungen gelesen.
Teilweise soll es so sein, dass viele Versicherungen teilweise erst einmal auf Unwissen der geschädigten Hoffen und natürlich so wenig wie möglich zahlen wollen.
Das nächste Thema wäre der Gutachter. Viele Versicherungen beauftragen meistens einen "0815" Gutachter, welcher natürlich auch das Meiste für die Versicherung rausholen "muss".
Außerdem:
Ich habe eine Teilkasko mit 150€ Selbstbeteiligung.
Was die Versicherung jährlich kostet weis ich nicht genau, da das Auto auf meine Oma versichert ist und sie das zum Glück auch zahlt. Ich bin der einzige Fahrer unter 23 der dieses Auto fahren darf. Ich glaube es waren etwas um die 500€ / Jahr was das Auto kostet.
Meine Kollegin hatte letztes Jahr einen ähnlichen Unfall, bei dem Sie von der Versicherung ca. 12.000€ bekam, da Sie den Wagen nicht reparieren lies und den "Schrottwagen" für ca. 9.000€ verkauft hat. Es war allerdings auch ein ca. 3 Jahre alter Audi A3, was die beiden Geschichten schon etwas differenziert.
Ich hab von der Versicherung noch keine Rückmeldung bekommen. (Gutachten liegt noch nicht vor). Allerdings glaube ich an nicht sehr viel.
Gestern meine meine Oma ich solle doch einmal bei der HUK anrufen, da es sein könnte dass ich in der Zeit ein Mietauto bekomme. Also rief ich an und wurde vom Callcenter sofort zu einem Mitarbeiter durchgestellt. Ich verstehe zwar nicht, was ich falsch gemacht habe, als ich gefragt hab wie das Auto versichert sei und ob ich Anspruch auf einen Mietwagen hätte, aber die Mitarbeiterin klang sehr genervt und sagte mit kurzen und sehr forschen Worten "Das ist ein Kasko-Fall, da gibt es keinen Mietwagen".
Meine Eltern meinten auch sie hätten das Auto niemals bei der HUK versichert. Sie sind seit 20 Jahren bei der Versicherungskammer Bayern versichert und durch den super netten Versicherungsvertreter haben wir immer das möglichste und meiste bekommen.
Ich werde abwarten was die Versicherung sagt und notfalls einen Anwalt zu Rat ziehen. Immerhin bin ich bei meinem Eltern im Rechtsschutz mitversichert.
Was sagt die Fachwelt dazu?
Mit was kann ich hoffen?
Welche Rechte habe ich?
Freundliche Grüße
Hallihallo zurück,
Hallihallo zurück,
"... Ich werde abwarten was die Versicherung sagt und notfalls einen Anwalt zu Rat ziehen. Immerhin bin ich bei meinem Eltern im Rechtsschutz mitversichert."
Dann sollten Sie schnellstens einen Anwalt (m./w.) Ihrer Wahl kontaktieren. Ihr Sachverhalt ist für eine Beantwortung im Forum nicht geeignet!
Nur soviel:
1. Bei einem Kasko-Schaden die Versicherung ihre eigenen Gutachter. Auf die Wahl des Gutachters haben Sie keinen Einfluß!!
2. Mietwagen gibt es bei Teilkasko-Schäden nicht!
3. und überhaupt: mit der HUK ist es so'ne Sache!!!!!!!!!!!!!!!!
Viel Erfolg wünscht
RA Engin Özcan
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