Hallo,
folgender Sachverhalt:
am 07.04.2010 wurden Sohn (Fahrer) und Mutter (Halter) auf der BAB4/Jena Richtung Dresden/KM 171,0 geblitzt.
Es kam am 12.05.2010 ein Zeugenfragebogen an die Halterin mit folgendem Text: "Sie überschritten die zul. Höchstgeschw. außerhalb geschl. Ortschaften um 24 km/H. Zul. Geschw. 80 km/h. Festgestellte Geschw. (nach Toleranzabzug) 104 km/h." Beweis: Foto/Piezomessung, Film/Bildnr.:++++
3 Fotos auf die Rückseite des Zeugenfragebogens kopiert, 1x mit weißem Balken beim Beifahrer, 1x Fahrer größer(mit Sonnenblende unten, Sonnenbrille und Navi vor dem Kinn, 1x Nummernschild.
Mutter sendet am 21.05. den Zeugenfragebogen zurück, setzt sich irrtümlich als Fahrer ein ohne weitere Beantwortung und sendet den Bogen per Fax an die angegebene Nummer.
Am 02.06., 04.06. und 07.06. klingelt ein Herr von den Grünen - es öffnet jedoch niemand. Vorher am 07.06. spricht der Herr auf den AB der Halterin mit der Bitte um RR in einer Ermittlungssache.
Halterin ruft zurück (um sich nicht dem Vorwurf der Strafvereitelung oder Verzögerung auszusetzen). Grüner erklärt auf Nachfrage, dass es sich um eine Bußgeldsache handelt und der Fahrer w/Zustellung des Bescheides ermittelt werden muß. Halterin erklärt, dass sie den Bogen ausgefüllt und zurückgesandt hat. Grüner erklärt dass er ein Foto vorliegen hat und es ihr zwecks Fahrerermittlung zeigen muß, wobei sie die Möglichkeit hätte, die Aussage zu verweigern, um sich selbst od. die Verwandtschaft nicht zu belasten, ansonsten aber den Fahrer nennen müsse. Halterin sagt, dass sie kein Foto erhalten hat und gibt sich unwissend, aber durchaus kooperativ. Grüner sagt auf Nachfrage zu dem Datum, dass es wohl am Ostersonntag(! wäre der 04.04.) gewesen sein muß. Die beiden vereinbaren einen Termin beim Herrn Grün für den kommenden Montag, 14.06.2010.
Soweit bis hierher. Der Bußgeldbescheid würde wohl ca. 100 € kosten plus 1 Punkt, was Sohnemann ja leisten könnte, da halt leider passiert.
Nun gibt Sohnemann (28) aber zu, schon seit einigen Jahren keine Fahrerlaubnis mehr zu haben(wurde wohl entzogen, weil er nach dem Kiffen am Steuer kontrolliert wurde). Mutter (Halterin) entsetzt - was tun?
Nun kann sie den Fahrer nicht mehr angeben, weil sie sich selbst damit auch belasten würde - richtig?
Wie ist hier vorzugehen? Ersatzfahrer wird wohl nicht in Frage kommen, da Halterin ja wahrscheinlich als Beifahrerin auf dem Originalfoto zu erkennen ist?
Aussage verweigern und der Dinge harren die da kommen? Welche Strafe erhält Sohnemann dann?
Viele Grüße
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